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Was ist eine Beschnittzugabe?
Die Beschnittzugabe (oft auch „Anschnitt“ genannt) ist dieser kleine Bereich um das Design herum, der in der Endversion nicht mehr zu sehen ist – aber für das Ergebnis extrem wichtig ist. Sie ist der „Puffer“ im Druck, ein paar Millimeter, die rundum hinzugefügt werden, damit Ihr Design auch wirklich bis zum Rand reicht. Ohne Beschnittzugabe hätten Sie ungewollt weiße Ränder und ein weniger sauberes Finish. Der Beschnitt beträgt normalerweise 3 mm. Je nachdem, was sie drucken möchten, kann sie aber auch größer oder kleiner sein! Zur Sicherheit immer nochmal in die Druckspezifikationen der Druckerei schauen!
Warum wird eine Beschnittzugabe benötigt?
Weil Druckmaschinen keine 1000-prozentigen Perfektionisten sind, können sich die Druckbögen beim Zuschnitt um Millimeter verschieben, was bedeutet, dass die Schnittkante nicht bei allen Bögen immer genau auf der gewünschten Linie ist. Wir benötigen also etwas Toleranz am Rand. Ohne Beschnittzugabe ist das Risiko groß, dass ein Teil des Randes entweder fehlt oder unschöne weiße Kanten auftauchen. Mit dieser kleinen Extrazugabe stellen Sie sicher, dass Ihr Design sauber bis zum Rand reicht – egal, ob Flyer, Poster oder Verpackung.
Beispiel gefällig? Stellen Sie sich vor, Sie drucken auf Ihrem Drucker ein Foto aus und schneiden nicht 100 % exakt am Rand. Eine weiße Kante bleibt sichtbar. Bei tausenden hochwertigen Druckexemplaren wäre das ein Desaster. Es sei denn, der Hintergrund ist eh weiß – dann haben Sie nochmal Glück gehabt.
Beschnittzugabe: Was sind Schnittmarken?
Schnittmarken sind wie kleine Wegweiser für die Druckmaschine. Sie stehen an den Ecken der Druckdatei und markieren genau, wo geschnitten werden soll. Die Linien verbinden sich und zeigen den gesamten Schnittverlauf, sodass die Beschnittzugabe als Spielraum erhalten bleibt. Wenn Sie in Ihrem Druck-PDF also kleine schwarze Linien außerhalb des Designs an den Ecken sehen, keine Sorge – sie sind ein wichtiger Hinweis für die Schneidemaschine und sorgen dafür, dass das Endformat genau stimmt.
Wie lege ich eine Beschnittzugabe richtig an?
Sie sind bereit für den Beschnitt, aber nicht sicher, wo Sie ihn anlegen? Keine Sorge – die richtigen Programme machen es Ihnen leicht. Hier eine Anleitung für die gängigen Designprogramme:
Beschnittzugabe in InDesign
- Öffnen Sie Ihr Dokument in InDesign.
- Gehen Sie zu „Datei“ → „Dokument einrichten“.
- Wählen Sie „Beschnitt und Infobereich anzeigen“ und fügen Sie 3 mm hinzu.
- Voilà, das Design hat jetzt den Puffer, den es braucht.
Beschnittzugabe in Adobe Illustrator
- Öffnen Sie das Dokument in Illustrator.
- Unter „Datei“ → „Dokument einrichten“ können Sie die Beschnittzugabe (3 mm) eingeben.
- Illustrator zeigt die Beschnittzugabe rot an – das ist Ihre Sicherheitsspur.
Beschnittzugabe in Photoshop
In Photoshop gibt es keine eigene Beschnitt Funktion. Es wäre auch nicht meine erste Wahl zur Erstellung von Druckdateien, aber egal. Fügen Sie einfach die Beschnittzugabe direkt zur Dokumentgröße hinzu und achten Sie darauf, Schnittmarken separat anzulegen. Vorsicht bei der Berechnung der Beschnittzugabe: Sie muss an jeder Seite hinzugefügt werden. Also wird das Dokument insgesamt 6 mm breiter und auch 6 mm höher! Muss ich auch etwas zur Bildauflösung sagen? 300 dpi sind hier für den Druck Minimum!
Was ist beim Anlegen der Beschnittzugabe zusätzlich zu beachten?
- Texte und Logos in sicherem Abstand: Wichtige Inhalte sollten nicht zu nah an die Beschnittzugabe rücken – schließlich sollen sie sichtbar bleiben.
- Farben und Hintergründe großzügig anlegen: Alle Hintergrundfarben oder Muster sollten sich in den Beschnittbereich ziehen, um saubere Kanten zu sichern.
- Finaler Check: Überprüfen Sie das Dokument vor dem Druck – einmal sauberer Beschnitt, spart nachher die schlechte Laune!
Fazit zur Beschnittzugabe
Kleine Details, große Wirkung – die Beschnittzugabe ist eine der oft unterschätzten Drucksicherheiten. Ohne sie riskieren Sie unsaubere Ränder oder dass es aussieht, als hätte man etwas zu viel abgeschnitten. Mit ein paar Millimetern mehr stellen Sie sicher, dass der Druck wie geplant aussieht. Denken Sie daran: Wenn es um Perfektion geht, spielt jeder Millimeter eine Rolle – auch die, die am Ende ja eigentlich verschwinden.
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Oft gestellte Fragen
Der Beschnitt ist der kleine Extrabereich außerhalb der gewünschten Endgröße des Drucks, der sicherstellt, dass keine unerwünschten weißen Ränder entstehen. Meistens handelt es sich hierbei um eine Erweiterung von 3 mm rundherum. (Das kann je nach Druckverfahren, Druckerzeugnis und Druckerei variieren. Am besten nachfragen!)
Ja, beide Begriffe meinen denselben „Sicherheitsbereich“, der verhindert, dass das Design beim Druck unvollständig erscheint.
Ja, er wird zunächst mitgedruckt, aber bei der Endbearbeitung entfernt bzw. abgeschnitten. So bleibt am Ende nur das, was auch wirklich im Design sichtbar sein soll.